Gemeinde Untrasried

Am Donnerstag, 04.02.2010, findet um 20 Uhr im Sitzungssaal in Hopferbach eine öffentliche und nichtöffentliche Sitzung des Gemeinderates statt.

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Kindergarten Pusteblume Stand: 2007
Kirchweg 7  
87496 Untrasried  
   
Tel.: 08372-7197  

 

Gliederung

1. Vorwort

2. Unsere Dörfer

  • Ortslage
  • Dorfintegration
  • Buskindersituation

3. Grundsätzliches zur Einrichtung

  • Träger
  • Zusammenarbeit Träger
  • Räumlichkeiten
  • Öffnungszeiten
  • Aufnahmeverfahren
  • Integration behinderter Kinder
  • Kooperation mit Fachdiensten

4. Team

  • Personal
  • Fortbildung der Mitarbeiter

5. Gesetzlicher Auftrag

  • BEP
  • Kinderrechte

6. Unser Bild vom Kind

7. Unsere pädagogischen Ziele

7.1   Demokratie erleben
7.2   Wertevermittlung
7.3   Körperbewusstsein
7.4   Soziale Kompetenzen
7.5   Lernen lernen
7.6   Künstlerisch und kreatives Gestalten
7.7   Experimentieren und Forschen Mathematische Bildung
7.8   Kommunikationsfähigkeit und Sprachförderung
7.9   Persönlichkeitsentwicklung
7.10 Selbstständigkeit
7.11 Umwelt

8. So arbeiten wir - Methoden und Schwerpunkte

8.1 Vorschulförderung
8.2 Freispiel, Pädagogische Angebote
8.3 Gruppenübergreifende Angebote
8.4 Besondere wiederkehrende Aktivitäten
8.5 Offene Gruppen

9. Wie wir mit Eltern zusammenarbeiten

10. Schlusswort

 
1. Vorwort

Kinder entwickeln sich, gehen ihren eigenen Weg in ihrem ganz individuellen Tempo, haben ihre eigenen Wünsche und Vorstellungen, wie eine Pusteblume, erst gelbe, dichte Löwenzahnblüte fest aneinander gereiht umgebender Schutz. Aus dieser gelben Blüte entwickelt sich eine Pusteblume, jede zu einem anderen Zeitpunkt. Wunderschön verteilen sich die Sternblüten – durch das Pusten eines Kindes oder den Wind. Genau wie unsere Kinder die anfangs noch sehr unseren Schutz, unsere Unterstützung, Liebe und Begleitung brauchen.Je größer, stärker sie werden, umso mehr müssen wir sie loslassen, damit sie sich entfalten können und dürfen. Jedes Kind auf seine einzigartige Weise.

 

Liebe Eltern,
Die Konzeption wurde gemeinsam im Team entwickelt. Wir sehen das Kind als ein einzigartiges Geschenk.
Wir können viel von den Kindern lernen, wenn wir nur genau hinsehen. Kinder sind uns anvertraut, wir wollen genau schauen und hören, wo ihre Bedürfnisse liegen. Sie begleiten auf ihrem Weg mit Zuneigung und Verständnis. Lernen kann nur stattfinden, wenn sich Kinder angenommen und akzeptiert fühlen. Kinder wollen lernen, sie müssen motiviert werden, wenn die Bereitschaft zu einem bestimmten Bereich vorhanden ist. Mit allen Sinnen, denn nur dann ist Lernen erfolgreich.

 

2.Unsere  Dörfer

  • Ortslage
  • Dorfintegration
  • Buskindersituation

Unser Kindergarten Pusteblume befindet sich im Ort Untrasried, mit 1500 Einwohnern. Die Gemeinde besteht aus dem Ort Untrasried, und dessen Ortsteil Hopferbach, und liegt im Landkreis Ostallgäu. Unsere Kinder kommen aus den jeweiligen Einzugsgebieten. Die Kinder aus Hopferbach und den umliegenden Weilern kommen mit dem Bus in den Kindergarten. Eine qualifizierte Fachkraft begleitet sie. Beide Ortsteile haben ein reges Vereinsleben, und viele Firmen, wie z.B. die Bäckerei in Untrasried oder der Dorfladen in Hopferbach. In allen Betrieben sind wir mit den Kindern immer herzlich willkommen, z.B. für eine Betriebsbesichtigung. Einige Kinder kommen aus landwirtschaftlichen Betrieben. Im Gemeindehaus finden Veranstaltungen statt,  z.B. Adventsausstellung im Dezember. Kirchliche Feste und Feiern finden in der Kirche neben dem Kindergarten statt.

 

   

3. Grundsätzliches zur Einrichtung

Träger
Wir sind ein gemeindlicher Kindergarten, und unser Träger ist die Gemeinde Untrasried, vertreten durch den 1. Bürgermeister Herrn Alfred Wölfle.

Zusammenarbeit mit dem Träger
Wir arbeiten eng mit unserem Träger zusammen. Es werden in regelmäßigen Abständen ( alle 14 Tage ) Gespräche der Kindergartenleitung mit dem Bürgermeister geführt. Wir binden die Gemeinde in unsere Arbeit ein, z.B. Schmücken des Dorfbrunnens mit unseren Kigakindern. Ebenso stellen wir die Projektarbeiten unserer Kigakinder in unserer Gemeinde aus.

Unsere Räumlichkeiten im Kindergarten Pusteblume
Unser Kindergarten bietet Platz für zwei Gruppen (Käfer und Mäusegruppe).
In der Regel sind in jeder Gruppe 25 Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren.

Intensivraum:
Dieser Raum wird für verschiedene Aktivitäten z.B. Vorschulen, Meditationen, einzelne Gruppenförderungen ………… genützt.

Werkraum:
In dem die Kinder malen, tonen, werken und viele andere Sachen kreativ gestalten können.

Küche:
Die Küche wird von beiden Gruppen genutzt. Dort werden mit den Kindern zusammen z.B. Muffins für die Muttertagsfeier gebacken, oder für unsere Erntedankfeier eine leckere Gemüsesuppe gekocht.

Turnhalle:
Unsere Turnhalle ist im Moment geschlossen, da diese saniert wird.

 

Öffnungszeiten

Montag von 7.00 - 16.00 Uhr
Dienstag bis Freitag von 7.00 - 13.00 Uhr
 
 

Aufnahmeverfahren
Wir nehmen in der Regel Kinder ab dem 3.Lebensjahr, in Ausnahmefällen auch unter 3 Jahren bis zum Beginn der Schulpflicht auf. Die Kinder werden in unserer Einrichtung im September und Februar aufgenommen. In Ausnahmefällen (Berufstätigkeit beider Eltern, Zuzug von Vorschulkindern) kann die Aufnahme auch während dem Kindergartenjahr erfolgen.

Voraussetzung für die Aufnahme in der Kindergarten ist:

  • die Kinder sollten bis zum Eintritt "sauber" sein.

  • die Kinder sollten selbständig zur Toilette gehen können.

Kindergartenanmeldung:
Unser Anmeldetag findet meist im Monat März in den Gruppenräumen des Kindergartens Pusteblume statt. Den genauen Termin entnehmen Sie bitte aus unserem Gemeindeblatt, dem Kindergartenbrief oder der Tageszeitung.
Wir führen an diesem Tag Einzelgespräche mit den Eltern durch, um diese über den Aufnahmevertrag und Buchungszeiten zu informieren.

Zusage:
Die Zusage für einen Platz in unserem Kindergarten erhalten Sie von uns schriftlich.

Integration behinderter Kinder
Bei uns sind alle Kinder herzlich Willkommen. Deshalb können nach Absprache mit dem Kindergarten – Team auch behinderte Kinder unseren Kindergarten besuchen. Dadurch kann sich die Anzahl der Kinder in den Gruppen verkleinern.

Kooperation mit Fachdiensten

Schule
Einmal im Jahr kommt eine Erstklasslehrerin der Grundschule Obergünzburg zu uns in den Kindergarten, und besucht unsere Vorschulkinder. Die Vorschulkinder dürfen einen Gegenbesuch in die Schule starten, und haben die Möglichkeit Schule zu „erleben“. Wir arbeiten eng mit der Grundschule Obergünzburg zusammen, und haben regelmäßigen Kontakt zu den Erstklasslehrerinnen. Es finden regelmäßige zwischen dem Kindergartenpersonal und den Grundschullehrerinnen statt.

Nach Absprache mit den Eltern nehmen wir Kontakt mit Fachdiensten auf. Dazu gehören:

  • Logopäden
  • Ergotherapeuten
  • Erziehungsberatungsstellen
  • Jugendämter
  • Kinderärzte
  • mobile sonderpädagogische Einrichtungen ( kommt nach Absprache zu uns in den Kindergarten)
  • Sonderpädagogische Förderzentren

Für Gespräche mit Fachdiensten holen wir die schriftliche Einverständniserklärung der Eltern ein.

4. Team

Personal
In jeder Gruppe arbeitet eine staatlich anerkannte Erzieherin und eine staatlich anerkannte Kinderpflegerin. Während des Kindergartenjahres nehmen wir Praktikantinnen der Fachschule für Kinderpflege, der Fachoberschule und der Hauptschulen bei Nachfrage auf. Die Praktikanten sind nicht ständig anwesend, sondern für einen bestimmten Zeitraum oder tageweise.

Fortbildung der Mitarbeiter
Das Team nimmt regelmäßig an Fortbildungen teil. Die Auswahl der Fortbildungen orientiert sich am Bedarf der Kinder und der Einrichtungssituation. Fortbildung bedeutet Weiterentwicklung. Die Mitarbeiterinnen teilen ihre Erfahrungen aus den Fortbildungen in den Teambesprechungen  mit. Jedes Teammitglied nimmt mindestens an einer Fortbildung pro Jahr teil.

5. Gesetzlicher Auftrag

BEP
Unsere pädagogische Arbeit richtet sich nach dem Bildungs- und Erziehungsplan. Dieser ist am 1.08.2005 in Kraft getreten. Die Inhalte des BEP´s orientieren sich an den Bedürfnissen des Kindes und geben Informationen über Methode und Sachinhalte wieder. Die Umsetzung obliegt dem Kindergarten. Wichtig ist jedoch, das Kind in den vorgegebenen Bereichen und Kompetenzen zu fördern.

Kinderrechte
Kinder haben Rechte, diese Rechte sind im bayrischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz geregelt und geschützt.

6. Unser Bild vom Kind

Kinder sind für uns gleichwertige Persönlichkeiten, die wir ernst nehmen und wertschätzen .Wir lernen von und mit den Kindern, wir sind Lernende wie Lehrende. Wichtig ist uns ein positives Umfeld, wo sich die Kinder angenommen fühlen und sich entfalten können. Jedes Kind hat individuelle Bedürfnisse. Darauf gehen wir besonders ein, wir holen das Kind dort ab wo es gerade steht. Kinder sind von natur aus wissbegierig. Unsere Aufgabe besteht darin, durch Beobachtung herauszufinden, in welcher Lernphase sie sich gerade befinden und wodurch wir sie motivieren können, um dieses Wissen zu aktivieren und zu vertiefen. Beziehung steht für uns an erster Stelle. Denn nur wo positive Beziehung entstanden ist, ist ein Kind bereit sich zu öffnen für die unterschiedlichen Erfahrungs- und Lernprozesse. Im Kindergarten soll Lernen spielerisch und experimentell stattfinden. Die Kinder sollen Freude am Lernen entwickeln und sich im Lernprozess nicht überfordert fühlen. Überforderung blockiert den Lernprozess. Lernen findet täglich statt.

7. Unsere pädagogischen Ziele

7.1 Demokratie erleben

Unser Ziel ist:
Die Kinder können mitbestimmen und entscheiden. Das ist uns wichtig, weil die Kinder sich mit unterschiedlichen Themen auseinander setzen sollen, um fähig zu werden sich eine eigene Meinung zu bilden um bei Entscheidungen mitbestimmen zu können. Wir setzen unser Ziel um, indem die ganze Gruppe bei Entscheidungen miteinbezogen wird. In diesem Prozess dürfen alle Kinder ihre Wünsche und Bedürfnisse frei äußern. In bestimmten Situationen wenn beispielsweise zwei Möglichkeiten zur Wahl stehen entscheidet die Mehrheit der Kinder. Es handelt sich hierbei um einen sehr sensiblen Bereich, der je nach Alter und Entwicklung der Kinder nur in kleinen Teilschritten erreicht werden kann. Wichtig ist uns hierbei den Kindern keine Entscheidung abzunehmen, sondern sie zu unterstützen, indem wir kindgerechte Fragen stellen welche sie an eine eigene Entscheidung heranführen. In der Praxis setzen wir diese Entscheidungsentwicklung täglich im Morgenkreis um, wo jedes Kind die Möglichkeit hat sich zu bestimmten Themenbereichen frei zu äußern.

7.2 Wertevermittlung

Unser Ziel ist den Kindern Werte und Religiosität zu vermitteln. Das ist uns wichtig, weil es hierbei um eine grundsätzliche Haltung gegenüber Mensch, Tier und Natur geht. Wir möchten durch diese Werte und den religiösen Hintergrund den Kindern Respekt und Achtung vor dem Leben vermitteln. Wir setzten unser Ziel durch, indem wir als Vorbild auf das Kind einwirken. Dazu gehört beispielsweise die tägliche individuelle Begrüßung jedes einzelnen Kindes. Wichtig ist uns der rücksichtsvolle und tolerante Umgang miteinander. In Gesprächen vermitteln wir den Kindern durch unsere eigene Grundhaltung und Meinung, wie wichtig es ist alles  Leben mit Respekt und Würde zu behandeln. Kein Lebewesen darf missachtet oder verletzt werden. Wir unternehmen mit den Kindern viele Ausflüge in die Natur und klären sie darüber auf, wie wichtig es ist die Erde zu erhalten und zu schützen, damit alle Menschen und Lebewesen noch lange auf dieser Welt leben können. Wir halten uns an den christlichen Jahreskalender. Feste werden im christlichen Rahmen gefeiert.

7.3 Körperbewusstsein

Unser Ziel ist, dass die Kinder im Kindergarten die Möglichkeit haben ihr Körperbewusstsein durch Sport und Bewegung unter dem Aspekt der Gesundheit zu entwickeln. Kinder haben ein natürliches Bedürfnis nach Bewegung. Dadurch können sie ein gesundes Körperbewusstsein entwickeln. Dieses positive Körperbewusstsein spiegelt sich auch in anderen Bereichen wie z.B. der Sprachentwicklung wieder. Wir setzen unser Ziel um, indem die Kinder täglich die Möglichkeit zur Bewegung erhalten. Im Gruppenraum finden täglich Bewegungsspiele und Gymnastische Übungen statt. Sportangebote mit grobmotorischen und rhythmischen Schwerpunkten finden einmal wöchentlich statt. Momentan ist die Turnhalle zum Gesundheitsschutz der Kinder geschlossen. Die Gruppenräume und der Garten sind unsere Ausweichmöglichkeiten. Diese gezielten Angebote fördern den grobmotorischen und auch feinmotorischen Bereich. Die unterschiedlichsten Bewegungsabläufe werden trainiert und gefördert. Gesunde Ernährung fördert das körperliche Wohlbefinden. Aus diesem Grund bieten wir im Kindergarten regelmäßig ein gesundes Frühstück an, oder kochen mit den Kindern. Bei diesen Angeboten lernen die Kinder wie man sich gesund und abwechslungsreich ernährt.

7.4 Soziale Kompetenzen

Unser Ziel ist ein sozialer Mensch der sich durch sein Verhalten in die Gesellschaft einfügen kann. Das ist uns wichtig weil soziale Kompetenzen Grundvoraussetzungen sind um mit anderen Menschen in Kontakt zu treten. Kinder müssen lernen Konflikte friedlich zu lösen, Misserfolge zu verarbeiten, Frustration zu ertragen, Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen und sich an Regeln halten lernen. Nur so ist ein wertschätzendes Miteinander möglich. Das setzt auch voraus sich in andere Menschen einfügen zu können. Unser Ziel setzen wir durch, indem wir den Kindern einen Raum schaffen indem sie ihre Gefühle frei zum Ausdruck bringen dürfen. Eine wichtige Regel hierbei ist ,das Handeln darf den Grenzbereich des anderen nicht überschreiten. In der Praxis bedeutet dies folgendes:
Wenn ein Kind seine Brotzeit z.B. nicht teilen will, hat das andere Kind dies zu akzeptieren. Die Kinder sollen durch das eigenen Erleben und das sich Hineinversetzen in die Gefühle anderer zu verantwortungsbewusstem Handeln herangeführt werden. Im Kindergarten gibt es feste Regeln, welche die Kinder kennen und an die sie sich halten sollen. Nur so kann ein Zusammenleben stattfinden, indem soziale Kontakte möglich sind. Wichtig ist es uns hierbei Kinder in die Gruppe zu integrieren, indem wir viel in Kleingruppen arbeiten, und dem Kind Möglichkeiten geben zur sozialen Kontaktaufnahme.

7.5 Lernen "lernen"

Unser Ziel ist es die Kinder zum Lernen zu motivieren. Motivation ist die Voraussetzung für einen erfolgreichen , lebenslangen Lernprozess. Lernen gehört zum Leben und zur Entwicklung der Kinder. Es handelt sich um einen individuellen Prozess. Er ist abhängig vom Alter und Entwicklungsstand des Kindes. Wir wollen, dass Kinder mit allen Sinnen lernen. Durch praktische Erfahrung und die Möglichkeit zum Experimentieren wollen wir das Lernen vertiefen. Lernen setzt Neugier voraus. Durch gezieltes Beobachten versuchen wir zu erfahren, wo das Interesse der Kinder steckt. Befindet sich beispielsweise im nahen Umfeld der Kinder eine Baustelle, ist das Interesse dafür im Kind schon geweckt. Mit dieser Motivation arbeiten wir. In der Praxis besuchen wir mit den Kindern die Baustelle und stellen eine Verbindung zu anderen Bereichen her. In der Bauecke besteht die Möglichkeit das Erlebte nachzuspielen und zu experimentieren, wie hoch beispielsweise ein Turm mit Bauklötzen gebaut werden kann bevor er umfällt. Für diese Erfahrungsbereiche können auch andere Medien als Informationsquellen genützt werden. Die Kinder können zu Hause den Computer benutzen, um Informationen zu erhalten, welch sie dann den anderen Kindern im Kindergarten zeigen und erklären können.

7.6 Künstlerische und kreatives Gestalten

Unser Ziel ist es im Kind Kreativität zu wecken und ihm Möglichkeit geben diese im künstlerischen Gestalten umzusetzen. Kreativität ist die Fähigkeit im Denken auch neue unerwartete Wege zu gehen. Kreativ sein bedeutet, den Kindern einen Raum zu geben indem sie durch Anregung ihre eigenen Kreativität entfalten können. Wir setzen unser Ziel um , indem wir den Kindern unterschiedliche Materialien zur Verfügung stellen. Mit diesen Materialien können die Kinder frei und kreativ arbeiten. Dies fördert ihre Phantasie und Vorstellungskraft. Auch bei vorgegebenen Themen achten wir darauf, dass die Kinder einen kreativen Spielraum haben, und diesen verwirklichen können. Musik setzt Kreativität voraus. Lieder und instrumentale Klänge wecken im Kind Gefühle und das Bedürfnis mitzusingen und zu spielen. Regelmäßig singen wir mit den Kindern Lieder, welche mit Instrumenten begleitet werden. Die Kinder haben die Möglichkeit sich jederzeit selber Instrumente zu holen , um mit diesen im musikalischen Bereich zu experimentieren. Im Stuhlkreis haben sie dann die Möglichkeit den anderen Kindern die Lieder und Musikstücke vorzuspielen. Kunst und Kultur ist für Kinder wichtig. Kunst steht eng im Zusammenhang mit Kreativität und Musik. Kunst ist individuell und liegt im Auge des Betrachters. Kinder bekommen bei uns die Möglichkeit, indem sie künstlerisch wirken können z.B. (Adventsausstellung). Kultur ist Bestandteil unserer Gesellschaft und prägt das Kind. Wir bringen den Kindern unserer Kultur nahe indem wir z.B. Museen besuchen.

7.7 Experimentieren und Forschen Mathematische Bildung

Unser Ziel ist, den Kinder auf spielerische Art und Weise den Umgang mit Zahlen, Mengen und Zahlen zu lernen, da die Welt in der Kinder aufwachsen voller Mathematik ist. Wir setzen unser Ziel um, indem wir ihnen ermöglichen erste Erfahrungen mit der Materie zu sammeln, indem wir verschiedene Spiele wie z.B. Uno, Mensch ärgere dich nicht, oder den Montessorikasten anbieten. Das tägliche Ritual der Kalenderuhr hilft Kindern, ein Gefühl für Zeit und Raum zu bekommen, das auch in der Schule sehr wichtig ist. Sowohl die Mathematik, als auch Naturwissenschaften und Technik prägen unser Leben, uns ist wichtig, dass Kinder Dinge hinterfragen und Zusammenhänge herstellen. Darum führen wir die Kinder an erste Naturphänomene heran und erforschen mit Experimenten verschiede Gesetzmäßigkeiten von Technik und Natur. Erst Erfahrungen mit Magnetismus können Kinder beim Magnetspiel sammeln.

7.8 Kommunikationsfähigkeit und Sprachförderung

Unser Ziel ist es, Kinder kommunikationsfähig zu machen. Dies ist nur möglich, wenn Kinder der Sprache mächtig sind. Das ist uns wichtig, weil sprechen Kontakte ermöglicht, Gefühle ausdrückt und dadurch Wissen erklärt und erfasst werden kann. Wir setzen unser Ziel durch, indem wir die Kinder selber sprechen lassen, und ihnen wenige Vorlagen geben. Wichtig ist es, die Freude an der Sprache und am Sprechen aufrecht zu erhalten. Das Sprachvorbild er Erzieherinnen ist hierbei von größter Bedeutung. Im Stuhlkreis haben die Kinder täglich die Möglichkeit je nach Alter und Entwicklung sich sprachlich zu äußern. Hierbei legen wir besonderen Wert darauf, die Kinder zu unterstützen, indem wir sie loben und zum sprechen motivieren. Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit im sprachlichen Bereich sind Fingerspiele, Bilderbücher, Sprachspiele, selbsterfundene Geschichten, Rollenspiele, usw. Kommunikation findet nicht nur verbal statt, sondern auch nonverbal. Es ist dennoch eine Voraussetzung, dass Kinder den richtigen Sprachklang und Rhythmus erlernen, weil nur wer richtig spricht, wird auch verstanden und versteht. Gerade für die Einschulung ist das eine Grundvoraussetzung. Bei Sprachauffälligkeiten informieren wir die Eltern möglichst rechtzeitig.

7.9 Persönlichkeitsentwicklung

Unser Ziel ist es, die Kinder zu einer eigenen Persönlichkeit werden zu lassen. Das ist uns wichtig, weil jedes Kind über eigene Stärken und Fähigkeiten verfügt. Kinder stehen täglich mit vielen Menschen in Kontakt und müssen mit den unterschiedlichsten Persönlichkeiten zurecht kommen. Wir setzen unser Ziel durch, indem wir jedem Kind Respekt, Wertschätzung und Anerkennung entgegenbringen. Das bedeutet, wir arbeiten mit den Stärken des Kindes. Lob ist Voraussetzung, dass das Kind erkennt wo seine Fähigkeiten liegen. Aber auch mit Frustration muss das Kind lernen umzugehen. Die Frustrationstoleranz ist bei jedem Kind anders. Unsere Aufgabe ist es den Kindern durch Gespräche und angeleiteten Rollenspielen Möglichkeiten zu schaffen, damit sie im Kontakt mit anderen Kindern lernen ihre Fähigkeiten einzuschätzen und im Vergleich mit anderen ihre Grenzen erkennen. Die Persönlichkeit des Kindes bedarf besonderen Schutz. Kein Kind darf wegen seiner Schwächen missachtet werden. Im Freispiel findet der stärkste Kontakt zu anderen Kindern statt. Der Beobachtung kommt hier eine besondere Bedeutung zu. Wir versuchen die Kinder Konflikte selbständige lösen zu lassen, greifen nur dann ein, wenn eine Gefahr nicht auszuschließen ist.

7.10 Selbstständigkeit

Unser Ziel ist es, dass die Kinder den Alltag selbständig gestalten und Verantwortung für ihr Handeln übernehmen. Das ist uns wichtig, weil die Kinder eigenständig werden sollen. Eigenständig werden heißt, die Kinder sollen möglichst viele Dinge selbstständig und ohne Hilfe bewältigen. Wichtig hierbei ist, die richtige Anleitung und Hilfestellung. Hilf mir es selbst zu tun, aber tu es nicht für mich. Das fängt schon in kleinen Situationen wie beispielsweise beim An- und Ausziehen an. Die Kinder erhalten  Gruppenämter und übernehmen die Verantwortung für die Durchführung. Sie  bekommen jederzeit Unterstützung und Hilfe. Durch diese Verantwortung werden Kinder in ihrem Selbstvertrauen gestärkt. Sie machen die Erfahrung, das kann ich und für dieses Verhaltern werde ich gelobt und anerkannt. Selbständig werden Kinder nur, wenn man ihnen zutraut es richtig zu machen. Fehler gehören dazu, aus ihnen können auch Kinder lernen.

7.11 Umwelt

Unser Ziel ist es, die Kinder für ihre Umwelt zu sensibilisieren, das heißt sie müssen lernen Verantwortung zu übernehmen, damit unsere Umwelt erhalten bleibt. Das ist uns wichtig, weil jeder mit seinem Verhalten dazu beitragen kann die Umwelt zu erhalten. Wir setzen unser Ziel durch, indem wir den Kindern durch Gespräche erklären wie wir unsere Umwelt durch unser Verhalten im Kindergarten mitschützen können.  In der Praxis setzen wir dieses Verhalten um, indem wir den Müll trennen, und die Verantwortlichkeit dafür in Form von Ämtern den Kindern übertragen. Nur, indem wir die Kinder in diesen Verantwortungsprozess mit einbeziehen haben sie später einmal die Möglichkeit verantwortungs- und unweltbewusste Menschen zu werden. Dieser Bereich fließt auch in sehr viele andere Bereiche mit ein, weil es ein besonderes Anliegen ist unsere Erde zu schützen.

8. So arbeiten wir – Methoden und Schwerpunkte

8.1 Vorschulförderung

Die Vorschulförderung findet einmal wöchentlich statt. Diese Förderung wird vom gesamten Personal im Wechsel durchgeführt. Dies hat den Vorteil, dass die Kinder von unterschiedlichen Fachkräften beurteilt werden können. Die Förderung beinhaltet unterschiedliche Schwerpunkte, sie soll die Kinder gezielt auf die Schule vorbereiten. Durch diese Förderung können auch Defizite beim Kinder erkannt werden, und schnellstmöglich Gegenmaßnahmen in Absprache mit den Eltern und der Grundschule ergriffen werden. Unser Ziel ist es den Kindern den Übergang von Kindergarten in die Schule fließend zu ermöglichen.

8.2 Freispiel, Pädagogische Angebote

Im Freispiel wählen die Kinder ihren Spielpartner, die Spielecke, und das Spielmaterial selbständig aus. In dieser Zeit hat das Spielbedürfnis des Kindes seine Bedeutung. Während des Freispiels beobachtet das Kindergartenpersonal, und bindet sich in die Spielprozesse der Kinder ein. In dieser Zeit sind die Kinder im Spiel vertieft knüpfen Kontakte, tragen Konflikte aus, und treffen selbständige Entscheidungen. Pädagogische Angebote finden während der Kernzeit statt. Diese Angebote werden vom Team vorbereitet und meist in Teilgruppen durchgeführt. Der Inhalt richtet sich nach Jahreskreis und passt sich der jeweiligen Gruppensituation an. Projekte entwickeln sich aus den Interessenfeldern der Kinder und werden über einen längeren Zeitraum geplant und mit den Kindern entwickelt.

8.3 Gruppenübergreifende Angebote

Wir führen in unserer Einrichtung gruppenübergreifende Angebote durch. Das bedeutet einer aus dem Team bereitet ein Angebot vor, an dem alle Kinder aus beiden Gruppen freiwillig teilnehmen können. Das findet in der Regel einmal wöchentlich statt.

8.4 Besondere wiederkehrende Aktivitäten

In unserem Kindergarten finden wiederkehrende Aktivitäten statt.
Das sind folgende:

  • Besuch der Polizei
  • St. Martinsfeier

  • Adventsausstellung im Gemeindehaus

  • Nikolausbesuch

  • Faschingsfeier

  • Osternester suchen

  • Schmücken des Gemeindebrunnens

  • Mutter- und Vatertagsfeier

  • Ausflug der Vorschulkinder

  • Besuch der Feuerwehr im Dorf

  • Waldwoche

  • Wandertag

Diese Aktivitäten finden in der Regel jedes Jahr statt, es können sich selbstverständlich Abweichungen in der Organisation und Durchführung ergeben.

8.5 Offene Gruppen

Unser Kindergarten ist in zwei Gruppen eingeteilt, die Käfer- und Mäusegruppe. Die Kinder haben täglich die Möglichkeit sich aus beiden Gruppen in der Traumhöhle zu treffen. Mit Absprache der Erzieherin ist es den Kindern auch möglich für eine bestimmte Zeit in der anderen Gruppe zu spielen. Es ist uns jedoch wichtig, dass die Kinder während des Stuhlkreises wieder in ihrer eigenen Gruppe sind. Das Thema offene Gruppen wird in den Teambesprechungen weiter erarbeitet und besprochen. Das bedeutet für unseren Kindergartenbetrieb, dass wir noch offener für diese Form der Gruppenarbeit werden möchten und dies in Teilschritten in die Praxis umsetzen werden.

 

9. Wie wir mit Eltern zusammenarbeiten

Liebe Eltern, 
Wir wissen und achten, dass Sie als Eltern die Verantwortung für ihr Kind tragen und die Erziehung sehr ernst nehmen. Wir können und wollen die Familie nicht ersetzen, nur ergänzen. Der gegenseitige Austausch im Gespräch und die Zusammenarbeit mit Ihnen trägt dazu bei, ihr Kind bestmöglich zu fördern. Nach Rücksprache mit dem Team können Sie jederzeit einen Gesprächstermin mit uns vereinbaren. Im März bieten wir einen Elternsprechtag an. Während des Kindergartenjahres werden Elternabende zu bestimmten Themen angeboten. Zu Beginn des Kindergartenjahres wird der Elternbeirat gewählt. Er vertritt die Interessen der Eltern und besitzt beratende Funktion. Damit Feste und Feiern im Kindergarten gelingen sind wir auf die Mithilfe der Eltern angewiesen. Für Kritik haben wir immer ein offenes Ohr. Eine Elternumfrage findet einmal jährlich statt. In dieser Umfrage werden auch die Öffnungszeiten abgefragt.

10. Schlusswort

Mit dieser Konzeption möchten wir Ihnen einen Einblick in unsere pädagogische Arbeit geben. Es ist uns wichtig, dass Sie als Eltern informiert sind, und wir Ihnen unsere Schwerpunkte und Ziele auf diesem Wege näher bringen können. Die Konzeption ist eine Fördervoraussetzung des Trägers und muss ständig neu überarbeitet und fortgeschrieben werden. Das bedeutet es besteht immer wieder die Möglichkeit zur Veränderung. Wir möchten, dass Sie und Ihre Kinder zufrieden sind. Unser Kindergarten befindet sich in einem Dorf und hat einen ländlichen Charakter. Dies hat für uns einen wichtigen Stellenwert und deshalb richten wir unsere Arbeit auch darauf hin aus, mit unserer Umgebung und den vorhandenen Möglichkeiten zu arbeiten.